Zum Inhalt springen
schwarzer Labrador-Mix blickt in die Kamera Foto: Langbartels

19. August 2020: Privat- und Diensthunde im NHundG

Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers stellt zum Thema "Privat- und Diensthunde im NHundG" eine Anfrage zur Beantwortung gemäß § 47 der Geschäftsordnung des Niedersächsischen Landtages

In Niedersachsen gilt das 2011 vom Landtag beschlossene Niedersächsische Gesetz über das Halten von Hunden (NHundG). Zweck des NHundG ist es, Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung vorzubeugen und abzuwehren, die mit dem Halten und Führen von Hunden verbunden sind. Erhält die Fachbehörde, des Landkreises oder die kreisfreie Stadt, einen Hinweis auf eine gesteigerte Aggressivität eines Hundes, hat sie den Hinweis zu prüfen. Ergibt diese Prüfung Tatsachen, die den Verdacht rechtfertigen, dass von dem Hund eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht, wird die Gefährlichkeit des Hundes durch die Fachbehörde festgestellt. Die Durchführungshinweise des Fachministeriums wurden am 26.05.2011 erlassen.

Dies hat zur Folge, dass ein Hund, der ein anderes (Haus-)Tier oder einen Menschen gebissen hat, als gefährlich eingestuft wird. Für die Erlaubnis zum Halten eines gefährlichen Hundes muss u. a. die Fähigkeit des Hundes zu sozialverträglichem Verhalten durch einen Wesenstest nachgewiesen werden. Oftmals sind Hunde aufgrund ihres Alters und auftretenden Altersgebrechen nicht mehr in der Lage, an solchen Testungen teilzunehmen. Teilweise führt das Verfahren zu Belastungen für den Halter und auch das Tier. Es können Zwangsgelder gegen Halter verhängt werden, wenn gefährliche Hunde ohne Erlaubnis gehalten werden bzw. die Erlaubnis zum Halten nicht beantragt wurde.

Seit 2011 werden Diensthunde, die eine fachlich fundierte neunmonatige Ausbildung erfahren haben, genauso behandelt wie Privathunde.

  1. Sind dem Ministerium in den letzten Jahren Probleme mit Hunden bekannt, die durch eine Verordnung geregelt werden könnten, bzw. ist eine Evaluation der Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen auf Halter und Tiere erfolgt?

  2. Wie viele Hunde wurden, aufgeschlüsselt nach Landkreisen, bisher als gefährlich eingestuft, mit welchen Auflagen wurden die Halter belegt, und wie viele dieser Einstufungen konnten, aufgeschlüsselt nach Landkreisen, wieder aufgehoben werden?

  3. Was wird bei einer „Hundeprüfung“ berücksichtigt, und gibt es derzeit eine Differenzierung zwischen Privathunden und Diensthunden?

Vorherige Meldung: Corona-Sonderprogramm für Sportorganisationen gestartet

Nächste Meldung: One World Ostheide überrascht immer wieder

Alle Meldungen