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Wiese vor blauem Himmel – Foto: sk_design, Fotolia.com

18. Juni 2012: Nitratbelastung: 62% der Fläche in schlechtem Zustand

Andrea Schröder-Ehlers, agrarpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, begrüßt, dass die Landesregierung endlich Handlungsbedarf beim Abbau der Nitratbelastung des Trinkwassers sieht. Die SPD-Fraktion kritisiere schon seit Jahren, dass die Grundwasserbelastung zu hoch sei. „Es ist nur der EU zu verdanken, dass sich in Niedersachsen endlich etwas bewegt“, erklärt Andrea Schröder-Ehlers.

So habe der Umweltminister inzwischen eingestehen müssen, dass Niedersachsen die Vorgaben der Gewässerrichtlinien nicht termingerecht einhalten könne und eine Verlängerung bis 2027 erbete. Nach Kenntnisstand der SPD-Fraktion seien seit den neunziger Jahren annähernd 300 Millionen Euro aus Steuergeldern investiert worden, um das Problem in den Griff zu bekommen. „Trotz anfänglicher Erfolge zeigt das Gesamtergebnis, dass es so nicht funktioniert. Das landwirtschaftliche Fachrecht konnte nicht verhindern, dass die Nitratbelastung über Jahre zugenommen hat und nun unser Trinkwasser gefährdet“, so Schröder-Ehlers.

Der Absicht, die Gülle in andere Regionen Niedersachsens umzuverteilen, stelle kein Allheilmittel dar. Die ökonomischen und ökologischen Grenzen für diesen ‚Gülle- und Wirtschaftsdünger-Tourismus‘ sind nahezu ausgereizt. „Die SPD-Fraktion wird einen Entschließungsantrag einbringen, in dem einheitliche Standards für den qualifizierten Flächennachweis gefordert werden und ein Maßnahmenpaket benannt wird, mit dem die Nitratbelastung vermindert werden kann“, kündigt Andrea Schröder-Ehlers an.

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