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Kinderarmut in Lüneburg Foto: Aline Langbartels

19. November 2019: Kinderarmut in Lüneburg

„Institutionelle und ehrenamtliche Hilfen müssen Hand in Hand greifen. Sie ergänzen sich sehr gut und sind unerlässlich, um Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen“, ist die SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers überzeugt.

In Deutschland würde es den Leuten so gut gehen, dass man nicht von (Kinder)Armut sprechen könne. Gegen diese Haltung einiger Menschen wehrte sich Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers bei den Lüneburger Gesprächen letzten Donnerstag.

Prof. Dr. Gerhard Bäcker vom Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen trug die neuesten Erkenntnisse der Ursachen und Gründe für Kinderarmut vor. Anschaulich und eindrücklich und mit viel Herz berichteten die örtlichen Podiumsteilnehmerinnen, Antje Stoffregen von der Kindertafel und Huelya Özdemir-Yildiz von der Kindertagesstätte Kaltenmoor, von ihren Erfahrungen aus ihren Einrichtungen. Kinderarmut ist sehr präsent, besonders in Kaltenmoor, wo ärmere Familien günstigen Wohnraum finden. Die hohen Mietpreise des Lüneburger Wohnungsmarktes verstärken die Armut und damit auch die Kinderarmut. „Wir müssen verstärkt bezahlbaren Wohnraum schaffen, unsere Angebot vernetzen und diese den Eltern mit ihren Kindern besser zugänglich machen“, so Schröder-Ehlers dazu.

Auf Bundesebene wird bereits eine Menge umgesetzt. So wirken die neuen Regelungen des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende und der Beistandschaften auch in unserer Region. Das Starke-Familien-Gesetz, das Gute-Kita-Gesetz und die Einführung des Mindestlohns greifen endlich. „Dennoch fordern wir den Mindestlohn auf 12 Euro anzuheben, um gute Arbeit so zu entlohnen, dass man davon auch gut leben kann“, so Schröder-Ehlers.

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