Zum Inhalt springen
Landwirt düngt sein Feld Foto: stock.adobe.com

4. Februar 2021: Guter Kompromiss mit der Landwirtschaft

Schon vor Weihnachten habe ich gemeinsam mit dem Bauernverband Nordostniedersachen bei einem Gespräch mit Umweltminister Olaf Lies versucht, eine gute Lösung zu finden. Ich bin mir bewusst, dass die ausgewiesenen „Roten Gebieten“ die Arbeit unserer Landwirte*innen beeinflussen und ihre Existenz gefährden könnte. Die Mahnwache der Landwirte*innen in Hannover hat nochmals ein deutliches Zeichen gesetzt.

Die fünf Punkte, die gemeinsam erarbeitet und nun kurzfristig umgesetzt werden, behandeln die auch mir von den landwirtschaftlichen Betrieben vorgetragenen Problematiken. In den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen sind bisher grüne Gebiete aufgrund von Messungen plötzlich als rote Gebiete ausgewiesen worden, da vorhandene Messstellen erhöhte Werte aufzeigten. Hier wird eine präzisere Abgrenzung stattfinden und auch eine einzelbetriebliche Betrachtung erfolgen. Auch werden nun schon bestehende Messstellen miteinbezogen und vorrangig grüne Gebiete mit roten Messstellen betrachtet.

Ich begrüße dieses Vorgehen ausdrücklich. Wir müssen eine ausgewogene Linie zwischen Naturschutz und Bewirtschaftung finden und unseren Landwirten*innen eine Zukunftsperspektive bieten. Mit dem nun eingeschlagenen Weg werden die Interessen der Landwirtschaft mit einem effektiven Grundwasserschutz vereint.

Anlass für das Positionspapier sind die nitratsensitiven „roten Gebiete", die im Rahmen der neuen Düngeverordnung ausgerufen wurden. Für die betroffenen Gebiete gelten Auflagen bei Menge und Häufigkeit des Düngeaustrags. Landwirte*innen der LsV hatten bereits in der letzten Woche begonnen, vor dem Umweltministerium und dem Landwirtschaftsministerium mit einer Mahnwache dagegen zu protestieren.

Vorherige Meldung: Land stärkt öffentlichen Personennahverkehr

Nächste Meldung: Telefonsprechstunde

Alle Meldungen