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Andrea Schröder-Ehlers und Klara Geywitz Foto: Aline Langbartels

20. Januar 2020: Auf ein Wort mit Klara Geywitz

„Du musst keine unsensible Machtmaschine werden. Ein dickes Fell in der Politik haben muss nicht das Ziel sein“, resümierte Klara Geywitz, stellvertretende Parteivizechefin, am Samstag beim Neujahrsempfang der Sozialdemokratischen Frauen in Lüneburg.

Klara Geywitz ist bekannt für ihr Engagement zur Gleichstellung der Geschlechter. So beschrieb sie das Verfahren der neuen SPD-Doppelspitze als Novum, da es Frauen sichtbarer mache. „Es braucht Frauen als Vorbilder in der Politik für andere Frauen“.

Eine wertschätzende Atmosphäre in Gremien sowie Qualifizierungsangebote für Frauen im Vorfeld von Wahlen spielen dabei genauso eine wichtige Rolle, um Frauen für Politik zu motivieren und innerhalb der Politik zu ermutigen.

Insbesondere die Frage nach einer verpflichtenden paritätischen Aufstellung von Wahllisten stand an diesem Vormittag im Vordergrund. Im Bundestag und in Niedersachsen werden derzeit verschiedene Modelle diskutiert, inwieweit Frauen und Männer in Parlamenten gleich vertreten sein können. Dazu zählen beispielsweise Wahlkreisänderungen oder die Besetzung von Parteilisten. Auf die Frage, was passiere, wenn nicht genügend Frauen für die Listen zur Verfügung stehen, antwortete Klara Geywitz pragmatisch, „Dann machen wir die Listen eben zu“. Der Ansatz, sich verschiedene Modelle anzuschauen, empfinde sie jedenfalls als förderlich. Es wird nicht einfach ein Modell festgelegt.

Als Verfechterin der Parität hat Geywitz in Brandenburg maßgeblich für eine gesetzliche Regelung gekämpft, die den Frauenanteil im Landtag festlegt. Der Brandenburger Landtag änderte 2019 als erstes Parlament das Wahlrecht und schuf somit die Voraussetzung für paritätisch besetzte Kandidat*innenlisten.

„Die Diskussion mit Klara hat noch einmal deutlich gezeigt, dass es geht. Politische Teilhabe von Frauen zu ermöglichen und für echte Gleichberechtigung zu sorgen, ist Aufgabe der Politik. Wir werden in Niedersachsen nachziehen“, zeigt sich Andrea Schröder-Ehlers, MdL, zuversichtlich.

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