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Abgeordnete des Arbeitskreise Wirtschaft und Häfen und Schifffahrt Foto: Aline Langbartels
v.l.n.r. Petra Tiemann, Matthias Arends, Karin Logemann, Andrea Schröder-Ehlers, Thordies Hanisch

16. Juli 2020: Abgeordnete aus ganz Niedersachsen in Lüneburg

Auf Einladung von Landtagsabgeordneter Andrea Schröder-Ehlers besuchten gestern Abgeordnete aus ganz Niedersachsen den Hafen Lüneburg und das Schiffshebewerk Scharnebeck.

Matthias Arends aus Emden, Thordies Hanisch aus Uetze, Petra Tiemann aus Stade und Karin Logemann aus Wesermarsch gehören den Arbeitskreisen Wirtschaft und Häfen und Schifffahrt an und waren sehr interessiert, was am Elbeseitenkanal in der Region geplant ist.

Lars Strehse, Geschäftsführer der Hafen Lüneburg GmbH, führte die Abgeordneten durch den Hafen Lüneburg und erläuterte Umschlagszahlen, Kapazitäten und Entwicklungspotentiale bei der Flächennutzung, der Bahn oder dem Leuchtturmprojekt ELEKTRA. Bei diesem Projekt wird eine „Zero-Emission-Schifffahrtslinie“ zwischen Hamburg und Berlin mit einem Zwischenstopp in Lüneburg aufgebaut. „Wir wollen möglichst viele Güter auf dem Wasserweg transportieren, weil das umweltfreundlicher ist. Und nun soll im Lüneburger Hafen auch ein Ladestromanschluss für Binnenschiffe und später eine Tankstelle für Wasserstoff entstehen als Basis für noch klimafreundlicheren Schiffsverkehr“, erläutert Schröder-Ehlers.

Überraschend waren die Abgeordneten, dass 4.600 Arbeitsplätze in der Region direkt oder indirekt mit dem Material- und Güterumschlag über die Hafen Lüneburg GmbH in Verbindung stehen.Matthias Arends MdL und Sprecher der SPD- Landtagsfraktion für Häfen und Schifffahrt, zeigte sich beeindruckt von der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen und dem schon in Planung befindlichen Neubau und sagte auch die weitere Unterstützung der SPD-Fraktion zu.

Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion am Schiffshebewerk Foto: Aline Langbartels
v.l. Matthias Arends, Herr Köther (Leiter WSV), Karin Logemann, Thordies Hanisch, Andrea Schröder-Ehlers, Herr Ebenhöch (WSV)

Die Wasserstraßen und Schifffahrtsverwaltung Elbeseitenkanal und Mittellandkanal betreut nach einer Umstrukturierung 500 km Kanalstrecke mit 500 Bauwerken wie Brücken, Schleusen, Hebewerken, Düker etc. Mit 750 Beschäftigten und ca. 100 Azubis ist dies ein großes Unternehmen, das vielfältige Aufgaben erledig: Trockenlegung von Schleusen zur Inspektion und Reparatur, Sanierung von Düker Rohren, Gehölzschnitt, Neubeleuchtung mit LED oder Solar, verkehrsregelnde Maßnahmen, Liegestellen und Spundwände, ökologische Aufwertung uvm.

Das größte Projekt derzeit ist die Grundinstandsetzung der zwei Tröge des Schiffshebewerkes Scharnebeck mit einer Nutzlänge von 100 Metern, die noch bis 2025 dauern wird. Dabei werden 48.000 m² Betonwände und 33.000 m² Korrosionsschutz erneuert, sowie 26 km Stahlseile ausgetauscht. Der Kostenrahmen dafür beträgt stolze 90 Mio. Euro.

Neben dem vorhandenen Schleusen wird 60 Meter westlich eine Neue Schleuse von Geesthacht aus mit einer großen Ingenieursgemeinschaft geplant. Dies stößt in der Region auf hohen Zuspruch und ist als dringlicher Bedarf im Bundesverkehrswegeplant vermerkt.

„Mit einer Troglänge von 225 Metern werden wir den Elbeseitenkanal auch künftig für den Güterverkehr attraktiv halten“, ist sich Schröder-Ehlers sicher.

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