Frische Luft für Lüneburg

Foto: Brigitte Mertz
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„Mit der heutigen Förderzusage zum Projekt „Grünband Innenstadt“ hat die Hansestadt die Chance, die Wohn- und Lebensqualität ihrer StadtbewohnerInnen zu steigern, das Stadtklima zu verbessern und auch die biologische Vielfalt in den Grünflachen der Stadt zu erhalten.“, erklärt Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers.

 

Wie Sozial- und Bauministerin Cornelia Rundt heute bekannt gab, wird die Stadt Lüneburg mit ihrem Projekt „Grünband Innenstadt“ in das neue Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ aufgenommen.

In dieses erstmals 2017 aufgelegte Förderprogramm können in diesem Jahr 10 Maßnahmen mit einem Fördervolumen von 9,352 Mio. Euro aufgenommen werden. Dabei wird die Hansestadt Lüneburg bei ihrem Projekt „Grünland Innenstadt“ mit 600.000 Euro unterstützt.

Bei diesem Projekt geht es darum, ein Grünband Innenstadt entlang der Grünanlagen Kalkberg, Liebesgrund und Kreidebergsee sowie der Basteihalbinsel zwischen Ilmenau und Lösegraben aufzuzeigen. Die Grün- und Freiflächen sollen besser zugänglich gemacht und verbunden werden, Fuß- und Radwege sollen erneuert oder neu angelegt werden. Dieses Projekt wird heute von der Hansestadt den Anliegern vorgestellt und mit ihnen diskutiert. Ihre Ideen und Anregungen werden im Rahmen des Beteiligungsverfahrens gerne aufgenommen. „Die Förderzusage kommt zur richtigen Zeit. Nun können die Planungen auch in die Tat umgesetzt werden“, so Schröder-Ehlers.

 
    Gesundheit     Umwelt und Nachhaltigkeit
 

 

1 Kommentar zu Frische Luft für Lüneburg

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Dr. Wolfram Eckloff

am um 12:32 Uhr

 

Sehr geehrte Frau Schröder-Ehlers,
mit Freude lese ich Ihre Ankündigung einer Investition in das „Grünband Innenstadt“ in Lüneburg. Diese Parks, die ich auch gern besuche, sind ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität unserer Stadt. – Indessen macht mich stutzig, dass es im Wesentlichen um die Sanierung von Wegen und einige Umgestaltungen zum Biotopverbund gehen soll, zu denen bereits Planungen vorliegen. Am Rande soll das Projekt auch der Förderung der Biodiversität dienen.
Wie Sie sicher wissen, ist es um die Biodiversität speziell der Insekten- und Vogelwelt bei uns schlecht bestellt. Während noch vor 30 Jahren die industrielle Landwirtschaft hierfür maßgeblich gescholten wurde, haben wir heute einen massiven Rückgang der Insektenpopulationen auch in den „grünen“ Städten zu beklagen. Schuld daran ist nach Einschätzung vieler Ökologen die massive innovative mechanische Säuberung von Grünanlagen mittels Gebläse- und Sauggeräten zur „Laubbekämpfung“ in Verbindung mit einer zunehmenden Blütenarmut. Was ich besonders erschreckend finde, ist das zunehmende „Artensterben in den Köpfen“ – immer weniger Menschen schätzen den Wert von natürlicher Vielfalt und bevorzugen peinlich gesäuberte Rasen und Vorgärten, in denen keine Biene und kein Vogel noch etwas finden.
Ich möchte Sie deshalb bitten, im Rahmen der zugesagten Gelder auch Informationskampagnen zu unterstützen, die über Umweltbildungsmaßnahmen für die Bevölkerung einen Bewusstseinswandel unterstützen. Parksanierungen und moderne „Pflege“ allein dienen vielleicht der Postkartenidylle unserer Stadt, nicht jedoch einer nachhaltigen Biodiversität.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfram Eckloff, Reppenstedt
eckloff@gmx.de


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