Probleme bei der Biogasherstellung: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt?

Foto: Andrea Schröder-Ehlers, MdL

Andrea Schröder-Ehlers, MdL

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Immer häufiger werden Klagen über die Folgen des Maisanbaues, die wichtigste Grundlage für die Herstellung von Biogas, in den entsprechenden Anlagen laut. Vor allem der stark vermehrte Maisanbau mit seinen Folgen für den Bodenschutz und die Qualität des Trinkwassers wird kritisiert. „Selbst der OOVW hat bereits über die hohe Nitratbelastung geklagt und die Landesregierung zum Handeln aufgefordert“, sagt Andrea Schröder-Ehlers, die landwirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

Problematisch ist mittlerweile aber auch das Umschwenken vieler Landwirte auf Maisanbau, das zur Reduzierung der Flächen für Getreide führt. Hinzukommen auch negative Folgen für die Tierwelt durch die wachsenden Monokulturen.

Die SPD-Landtagsfraktion sieht diese Probleme schon länger. „Zwar gibt es für uns keine Alternative zum Ausbau der Erneuerbaren Energien – also auch des Biogases, andererseits muss jedoch den negativen Folgen ein Riegel vorgeschoben werden“, umreißt Schröder-Ehlers die Situation. Die SPD-Fraktion hat deshalb die Landesregierung immer wieder gedrängt, die Planungs- und Genehmigungspraxis entsprechend anzupassen.

Die Landesregierung hat lange Zeit Probleme geleugnet, jetzt aber auf eine kleine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion doch diese bestehenden Probleme eingeräumt. Erste Maßnahmen, wie eine Verordnung zum Thema Wirtschaftsdünger und zum Verbleib von Gärresten wurden erfreulicherweise schon eingeleitet. „Ein schlüssiges Gesamtkonzept gibt es jedoch noch nicht. Die SPD-Fraktion fordert die Landesregierung auf, sich der Gesamtverantwortung für die Landwirte und den Umweltschutz zu stellen. Die Genehmigungspraxis muss dringend geändert werden“, stellt Andrea Schröder-Ehlers fest.

Informationen im Internet:

 
    Landwirtschaft     Umwelt und Nachhaltigkeit
 

 

2 Kommentare zu Probleme bei der Biogasherstellung: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt?

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Rabe

am um 10:26 Uhr

 

Bei dem rasanten Zuwachs von Biogasanlagen, sollte auch darauf geachtet werden, dass jetzt nicht auch noch Moorflächen und oder alte Torfstechflächen, die geflutet werden könnten, dem Maisanbau zum Opfer fallen. - Da die Moore große Wasserspeicher darstellen und die wenigen Moorflächen die vorhanden sind immerhin 30% des anfallenden CO2`s binden. ( s.a. Spiegel 10/2010).

2

antje rabe

am um 11:53 Uhr

 

Der inhaltlichen Forderung der SPD kann ich mich nur anschließen. Denn bisher hat man sich sehr wenig Gedanken gemacht was die Auswirkungen auf Mensch und Natur sein werden.
Die Politik sollte aber dazu übergehen, eine bessere Folgenabschätzung einzuführen, damit Menschen gesund bleiben und auch Flora und Fauna. Da wir auch andere Umweltproblem haben, wird es in Zukunft immer wichtiger werden den Menschen zu schützen.
Man denke auch an die Zeugungsunfähigkeit von 2/3en der Männer! -Nicht nur in Deutschland.


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