StartJüttner: „Land muss die Verhandlungen an sich ziehen“

Jüttner: „Land muss die Verhandlungen an sich ziehen“

Wolfgang Jüttner und Andrea Schröder-Ehlers – Foto: Frank Augustin
12. Februar 2010 0 Kommentare

Nordheide-Grundwasser für Hamburg: SPD-Chef Jüttner trifft IGN-Vertreter in Hanstedt

Ein von der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag im Dezember des vergangenen Jahres eingereichter Antrag berücksichtige alle wichtigen Aspekte im Streit um die Grundwasserförderung der Hamburger Wasserwerke (HWW) in der Nordheide und sei eine sehr gute Basis für die weitere Diskussion. Das betonte jetzt Gerhard Schierhorn, Sprecher der Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide (IGN),

bei einem Treffen der IGN mit SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner und weiteren SPD-Vertretern aus der Region. Zu dem Gespräch in Hanstedt eingeladen hatten die SPD-Landtagsabgeordneten Andrea Schröder-Ehlers aus Lüneburg und Silva Seeler aus Buchholz.

„Besonderen Wert legen wir, so wie es auch die SPD-Landtagsfraktion tut, auf eine umweltverträgliche Lösung“, erklärte Gerhard Schierhorn weiter. Wolfgang Jüttner äußerte sich erfreut darüber, „dass der von der SPD im Landtag eingebrachte Antrag mittlerweile quer durch alle Parteien auf kommunaler Ebene auf Akzeptanz stößt. Die Hamburger Wasserwerke betrachten die Förderung hier in der Nordheide immer schon als eine Selbstverständlichkeit – was wir nun aber brauchen, ist eine Verhandlung auf Augenhöhe zwischen den Ländern, bei der alle Interessen gewahrt bleiben, die ökologischen wie die betriebswirtschaftlichen“, so Jüttner.

Hamburg mache seit vielen Jahren sehr gut Profit mit dem Wasserwerk Nordheide, führte Schierhorn aus. – Auf dieser alten Schiene könne und dürfe dieses Thema nicht weiter laufen, machte der SPD-Fraktionsvorsitzende dazu klar. „Und es ist deshalb erforderlich“, so Jüttner, „dass die Förderung in der Nordheide reduziert wird.“ Auch darüber müsse man reden.

Die IGN-Vertreter stellten ihr Interesse an einem einvernehmlichen, parteiübergreifenden Auftreten heraus. Der SPD-Antrag habe dazu eine prima Vorarbeit geleistet. „Genau dafür, um gemeinsam an dem Antrag arbeiten zu können, haben wir eine Anhörung im Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtages durchgesetzt“, erklärte Andrea Schröder-Ehlers, stellvertretende umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Sie und ihre Landtagskollegin Silva Seeler laden die IGN-Vertreter zu dieser Anhörung am 19. April ein. „Hier besteht die Möglichkeit, sich noch einmal parteiübergreifend mit allen Daten und Fakten zum Heidewasser auseinander zu setzen. Im Übrigen brauchen wir eine länderübergreifende Vereinbarung, die das wasserrechtliche Verfahren der Winsener Wasserbehörde begleitet und insbesondere finanzielle Regelungen trifft“, erläuterte Schröder-Ehlers. Darüber hinaus sei aber auch mittel- und langfristig die Schaffung eines norddeutschen Trinkwasserkonzeptes erforderlich.

Treffen in Hanstedt zum Thema „Heidewasser“ – Foto: Frank Augustin

V.l.: SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner, SPD-Abgeordnete Andrea Schröder-Ehlers aus Lüneburg, IGN-Vorsitzender Karl-Hermann Ott, IGN-Sprecher Gerhard Schierhorn und Silva Seeler, SPD-Abgeordnete aus Buchholz. Foto: Frank Augustin

Verfügbare Downloads Format Größe
Drucksache 16/1936 SPD-Antrag zur Grundwasserentnahme Nordheide PDF 37 KB

Informationen im Internet:


Umwelt und Nachhaltigkeit

 

Kommentar schreiben

(Trackback)

Name

E-Mail

KommentarNetiquette

Spamschutz Senden


 

Aktuelle Kampagne


Unsere Solidarität


SPD im Bundestag


SPD-Portal


 

 
Inhaltsübersicht Kontakt Barrierefreiheit Impressum Datenschutz Newsletter